Wetter

 
Rathaus
erbaut im Jahre 1832

01_rathaus.jpg
Im Tausch gegen ein anderes Areal erhielt die Gemeinde Monsheim von der Familie Möllinger das Gebäude mit dem Grundstück. Das Haus diente fortan als Rathaus, später waren hier auch das Kittchen, die Milchsammelstelle und die Feuerwehr untergebracht.
Bis 1969 war die Gemeinde Monsheim alleine selbstständig, wurde dann mit Kriegsheim vereinigt. Seit der Verwaltungsreform 1972 gehört Monsheim zur Verbandsgemeinde Monsheim.
Hier finden Sitzungen des Gemeinderates statt und ebenso die Sprechstunden des Ortsbürgermeisters. 

01b_hauptstrae.jpgEin Blick in die Hauptstraße

Die Monsheimer Hauptstraße war über Jahre hinaus eher berüchtigt, weil über die alte B47 große Verkehrsströme mitten durch das Dorf geführt wurden. Als sogenanntes Reihendorf steht Haus an Haus, was als geschlossene Bauweise deklariert wird. Die durch schmale Fußwege beengte Situation war früher mitunter sehr kritisch, wenn sich große Fahrzeuge begegneten. Heute wird der Schwerlastverkehr (eigentlich) um den Ort herum geführt. Begrünungsaktionen und Fassadensanierungen sorgten für optische Aufwertungen.

Anwesen Möllinger 
02_moellinger.jpgDer Mennonit David Möllinger erwarb 1744 das Anwesen Hauptstraße 34, später auch die benachbarten Höfe und sonstige Flächen in großem Umfang. Er betrieb Ackerbau, wo er durch Düngung wesentlich zur Abschaffung der Dreifelder-wirtschaft beitragen konnte. Er züchtete Schweine und hielt bis zu 40 Mastochsen. Er betrieb Weinbau, brannte Schnaps und braute Bier, das er im Keller unter der Villa Fliedner lagerte. Als anerkannter &Ökonom wurde er zum Hoflieferanten des gräflichen Hofes Leiningen-Dachsburg-Fallenberg. Aufgrund seiner über die Monsheimer Grenzen hinaus bekannten Leistung nannte man ihn den "Vater des pfälzischen Ackerbaus".

Villa Fliedner
02_fliedner.jpgErbaut 1898 bis 1900, benannt nach dem Arzt Dr. Carl Fliedner (geb. 1853, gest. 1930), der als Sohn des Pastors Theodor Fliedner, dem Begründer der Diakonie in Deutschland im Jahr 1881 nach Monsheim gekommen war. Dr. Carl Fliedner praktizierte in Monsheim und war auch als Bahnarzt hier tätig. Sein großes Hobby war die Archäologie. Viele seiner Exponate wurden dem Römisch-Germanischen Museum in Mainz übergeben.  Sehenswert ist der große Keller, der in den Jahren 1944 / 45 für viele Monsheimer als Luftschutzkeller diente. Das Anwesen, das unter Denkmalschutz steht, ist noch im Familienbesitz.


Anhäuser Mühle
03_anhaeusermuehle.jpgDie Bezeichnung "Anhäuser Mühle" kommt aus dem dörflichen Sprachgebrauch und wurde abgeleitet von der füheren Eigentümerfamilie Anhäuser. Die Mühle wurde als "untere Schlossmühle" ca. 1714 erbaut. Erbauer und erster Müller war Wilhelm Bihn, der M&Ühle und Auftrag von dem Schlossbesitzer Samuel de la Roche per Erblehen erhielt. Weitere Besitzer waren Jakob Kaege, dann folgend Wendel Anheiser, Georg Anheiser und Friedrich Anhäuser. Karl-Ludwig Anhäuser bediente die Schrotmühle bis in die 50er Jahre. Im Jahr 1985 zog die Verbandsgemeinde Monsheim mit ihrer Verwaltung in das Mühlengebäude, das danach freilich noch räumlich erweitert wurde. Hier finden auch kulturelle Veranstaltungen statt.

 

Monsheimer Schloss
04_schloss.jpgIm 14. Jahrhundert erstmals erwähnt als die Wasserburg "Veste Monsheim". Die heutige Schlossanlage wurde im Jahr 1651 erbaut von den "Herren von Wachenheim". Von 1780 bis 1852 war das Anwesen in Besitz der Familie von Gagern. Heinrich von Gagern, der Präsident der Nationalversammlung von 1848 war der bedeutendste Bewohner. Später war das Schloss im Besitz des 04_schlossneben.jpgFreiherrn Heyl zu Herrnsheim, hier war auch die Damenreitschule Knauff. In der Hoflage steht der Monsheimer Hinkelstein, einer der größten Monolithen in Rheinhessen. Heite befindet sich das Schloss in Privatbesitz.
 

Kriegerdenkmal
05_denkmal2.jpgDas Denkmal wurde im Jahr 1903 als Galvanoplastik von der Firma WMF in Geislingen/Steige angefertigt und am 10. Mai 1903 feierlich eingeweiht. Es stellt einen Infanteristen mit einer eroberten französischen Fahne dar. Das Gedenken an ein Opfer des China-Feldzuges 1900 (Boxeraufstand) stellt eine Besonderheit des Denkmals dar. Der gefallene Marineinfanterist Friedrich Weber war der Sohn des Bürgermeisters Jakob Weber, der das Denkmal einweihte.
Im Jahr 2001 wurde das Denkmal mit finanzieller Unterstützung der Denkmalpflege und der Monsheimer Bevölkerung von der Regensburger Firma Haber und Brandtner restauriert.

Bahnhof Monsheim
06_bahnhof.jpgerbaut im Jahre 1885,
generalsaniert im Zuge des Projektes "Umweltbahnhof Rheinland-Pfalz" in den Jahren 1999 bis 2001.
Nachdem im Jahr 1864 der erste Zug nach Worms, 1867 nach Alzey, 1872 nach Marnheim/ Kaisers-lautern und 1873 nach Grünstadt gefahren war, entwickelte sich der Bahnhof zu einem bedeutenden Eisenbahnknotenpunkt, an dem Eisenbahndienststellen "Bahnhof", "Bahnmeisterei",  "Bahnbetriebswerk", und "Signalmeisterei" zeitweise über 50 Menschen beschäftigten. Heute ist im Bahnhof leider kein Bediensteter der Bahn AG zu finden.

Alte Güterhalle
07_gterhalle.jpgErbaut in der Zeit um 1900
Das Areal wurde bis ca. 1975 als Güterhalle der Deutschen Bundesbahn genutzt, hier wurden Stückgüter angeliefert und abtransportiert. Nach 1975 war die Halle nur noch sporadisch als private Lagerhalle in Betrieb. Nach intensiver Planung und bestätigter finanzieller Unterstützung durch die Dorferneuerung in Rheinland-Pfalz wurde 2004 mit der Renovierung begonnen. Bis Sommer 2005 wurde die Güterhalle entkernt, umgebaut und einer neuen Nutzung als Dorfgemeinschaftshaus zugeführt.
  

Evangelische Kirche
08_ev_kirche_mo.jpgBereits im 7. Jahrhundert wird eine Kirche bestanden haben. Erstmals erwähnt wird eine Kirche im Jahr 1496 – eine Wehrkirche im romanischen Baustil. Der Glockenturm mit den drei Glocken stammt aus dem Jahr 1878. In den Jahren 1904/05 wurde durch den Anbau der Vorhalle auf der Nordseite und die Schaffung eines Chorraumes die heute zu erkennende Form hergestellt. Eine Modernisierungsphase von 1965 bis 1974 bescherte dem Kircheninneren eine eher kühle Sachlichkeit. Die im Jahr 2000 durchgeführte Innenrenovierung gab der Kirche ihre Jugendstilmalereien wieder und somit ihre besondere Note zurück.
 
  

Pfarrhaus der evangelischen Kirchengemeinde

09_ev_pfarrhaus_mo_2008.jpgErbaut im Jahr 1831 auf dem Areal des ehemaligen Backhauses. Von 1949 bis 1978 war in diesem Gebäude der evangelische Kindergarten beheimatet. Bis zur Zusammenlegung der Kirchengemeinden zum Verband Monsheim – Kriegsheim – Hohen-Sülzen war hier der Wohnsitz des Pfarrers. Heute ist hier das Pfarrbüro untergebracht, im Erdgeschoss steht ein Gemeindesaal für kirchliche Zwecke zur Verfügung.


 

Ehemalige  Synagoge
10a_ehemalige_synagoge.jpgErstmals urkundlich erwähnt wurde die Monsheimer Synagoge im Jahr 1851; es ist anzunehmen, dass sie um 1840 erbaut wurde.Das Synagogengebäude wurde vermutlich bereits vor 1938 verkauft, als nur noch wenige Juden im Ort wohnten. &Über Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Pogromnacht 1938 ist nichts bekannt. Bekannt ist aber aus den Listen von Yad Vashem, Jerusalem, dass 7 in Monsheim geborene oder hier lebende Juden in der NS-Zeit umgekommen sind.  Eine Jüdische Gemeinde Monsheim  gab es seit ca. 1800. Damals lebten hier 41 Juden in 13 Familien. Die Gemeinde wurde betreut von einem Religionslehrer, der zugleich als Vorbeter und Schächter fungierte. Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof in Dalsheim beigesetzt. Das Gebäude ist in Privatbesitz.

  
    

Ehemalige Schule
10_merino_2008.jpgErbaut im Jahr 1832 Mit Klassensälen war das Gebäude bis 1956 das Domizil der Monsheimer Dorfschule. Seit 1974 ist das Gebäude im Besitz des Künstlers Merino del Nero mit seiner Familie. Merino war ein in seiner spanischen Heimat und in Deutschland hoch anerkannter Maler und Galerist. In den 70er Jahren war in den Räumen ein kleines Heimatmuseum untergebracht. Im Hinterhof ist seit dem Jahr 1967 das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Monsheim.
 
    
Rüstermühle
11_ruestermuehle_2008.jpgErstmals erwähnt im Jahr 1413 und somit die älteste Mühle in Monsheim. Die Mühle wurde 1900 zu einem Elektrizitätswerk aus- bzw. umgebaut. Hier wurde der erste elektrische Strom in Monsheim hergestellt. Der Gutsbesitzer in dieser Zeit war Hermann Finger. Besonderheit der Mühle war die historische Gemarkungsgrenze zwischen Monsheim und Kriegsheim, die Mitten durch das Anwesen verlief.  Die Mühle ist seit circa 1920 im Besitz der Familie Milch, die hier erfolgreich Gastronomie und Weinbau betreibt.

11b_mennonitenkirche_2008.jpgMennonitenkirche
Die Mennonitenkirche in der Monsheimer Hauptstraße stammt aus dem Jahr .... Sie bietet wenigen Mitbürgerinnen und Mitbürgern gemeinsam mit ihren Glaubensbrüdern und -schwestern aus der Umgebung die Möglichkeit, sich zu ihren Gottesdiensten und sonstigen Veranstaltungen zu treffen. Der Prediger wohnt in dem Gemeindehaus in der Heppenheimer Straße. 
  

 
    

Weinbergshäuschen - Trulli

Trullo am Heersteg
83_trullo_am_heersteg.jpgSeit dem Ende des 19. Jahrhunderts stehen kleine Weinbergshäuschen in der Gemarkung, die für die Bauern und Arbeiter als Schutzhütte dienten.

Trullo am Schacht
84_trullo_am_schacht.jpgMan nimmt an, dass italienische Bauarbeiter diese Kultur mit nach Rheinhessen gebracht haben, man weiß es aber nicht. Die Experten streiten sich. 

Wingertshäuschen am Silberberg 
86_haussilberberg.jpgUnbestritten ist aber, dass die Trulli, so wie sie nach ihren italienischen Vorbildern auch genannt werden, in die schöne rheinhessische Landschaft passen.  

 

 

87_haushelde.jpg88_wellblechgraf.jpg

 

  


    

05_denkmal_winter.jpgDer Winter
...
ist in
unseren Breitengraden meist zu warm, zu nass und ganz einfach unspektakulär. Dennoch gibt es Tage, die von der Natur verzaubert auch die Einheimischen überraschen.08_ev_kirche_mo_winter.jpg

Wenn die Natur mit Rauhreif oder Schnee den Wonnegau verändert hat, dann muss man schnell sein mit der Kamera. Wer zu lange wartet muss schnell wieder mit Tauwetter rechnen.00_dorfansicht_winter.jpg