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Wem geheert die Kerb? Unser!

Wenn sich der Sommer so langsam dem Ende zuneigt, sieht man in Monsheim und in Kriegsheim junge Leute meist paarweise mit einer Liste von Haus zu Haus ziehen. Sie läuten an den Haustüren und sagen: „Guun Dach, mir sammeln widder fer die Kerb!“ Die Antwort könnte sein: „Ach, isses schunn widder so weit?“ Dann geht der oder die Besuchte in die Wohnung und holt das Geld, das ja eigentlich schon längst da lag, weil man auf die Markt- oder Kerwejugend bereits gewartet hat. Man gibt gerne für die Feiertage, denn da läuft ja was - und die Organisatoren links und rechts der Pfrimm zeigen großes Engagement.
Am 2. und am 3. Wochenende im September jeweils von Freitag bis Dienstag wird in Monsheim und Kriegsheim gefeiert. Das ist in der Addition sogar länger als der berühmte Bad Dürkheimer Wurstmarkt - und das soll angeblich das größte Weinfest sein. Dies ist besonders deshalb so auffällig, weil die Veranstaltungen terminlich parallel laufen - fast. Am Freitag, mit dem Beginn des Monsheimer Marktes beginnt auch der Wurstmarkt und wenn in Kriegsheim auch noch dienstags gefeiert wird, ist in Bad Dürkheim schon Schluss. Doch profitieren unsere Feste auch von dem Wurstmarkt, denn die Sonderzüge, die dann verkehren, können ja auch zum Besuch des Marktes und der Kerwe genutzt werden.