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In Monsheim entstehen ca. 80 Kita-Plätze für Kleinkinder
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Nach langer Vorbereitung und nach Erörterung
verschiedener Standorte haben am 16. September die Bauarbeiten zum Neubau einer Kindertagesstätte in Monsheim begonnen. Der Gemeinderat hatte sich die Suche nach einem geeigneten Standort dabei wahrlich nicht leicht gemacht. War man zunächst noch davon ausgegangen, dass an der bestehenden Einrichtung in der Rieslingstraße aufgestockt werden könnte, schied dieser Gedanke wegen Sicherheitsbedenken (für die Kinder in der Bauphase) und großem Aufwand auch
schon bald aus. Es folgte die Überlegung, an der Nordseite der Schule angrenzend zu bauen. Die Platzgröße und ein verkehrstechnisches Gutachten ließen die Idee wieder streichen und auch ein dritter möglicher Standort östlich der Alten Güterhalle wurde bald wieder verworfen.

Die neue Kita entsteht nun direkt angrenzend an die Heinrich-von-Gagern Grundschule, um das ehemalige Hausmeisterhaus herum und unter Einbeziehung nicht mehr benötigter Klassensäle. Sie wird die
Anforderungen für die Betreuung der Kinder – sowohl im Sinne der Erzieherinnen, als auch im Sinne der Kinder und ihrer Eltern - voll und ganz erfüllen und wird auch weiterhin in der Trägerschaft der evangelischen Kirche geführt werden.

Insgesamt 5 Gruppen, damit eine Gruppe mehr als zur Zeit können hier voraussichtlich ab Herbst 2014 einmal betreut und versorgt werden. Die neue, zeitgemäße Einrichtung wird Regelkindern ab 3 Jahren, wie auch Kleinkindern ab 1 Jahr in ganzem Umfang gerecht. Neben den üblichen Gruppenräumen gibt es je Gruppe zusätzlich Räume für Intensivbetreuung, für die Kleinen gibt es Schlaf- und Badezimmer und im Gegensatz
zur aktuellen Einrichtung wird es auch eine Mensa und einen Turnraum geben. Zwei Räume – ein Gruppenraum und der Turnraum werden in ehemaligen Klassensälen geschaffen. Da die Schülerzahl von ehemals 400 Grundschülern auf circa 260 gesunken ist, werden die zwei Säle in der Grundschule nicht mehr benötigt; das Schulamt hat der Übertragung der Räume zugestimmt.

Orts- und Verbandsgemeinde haben wegen der künftigen Nutzung der Gebäude und Flächen einen Vorvertrag abgeschlossen. Hier wird der Ortsgemeinde zunächst die Fläche übertragen, die für die Kita benötigt wird
(diese Fläche wird nach Beendigung der Baumaßnahme der Kirche als Trägerin der Einrichtung übertragen). Die Verbandsgemeinde erhält im Gegenzug die Fläche(n), die für eine neue Schulsporthalle und die dazugehörigen Parkplätze gebraucht werden.

Die Gesamtkosten für die Kita und das Außengelände belaufen sich auf circa 1,7 Millionen €. Die Investition wird durch Land und Kreis mit 328.000 Euro bezuschusst, den „Rest" muss die Gemeinde aufbringen. Nach erwarteten Einnahmen aus Grundstücks-Verkäufen rechnet die Ortsgemeinde mit einem Kreditbedarf von circa
500.000 €, zur Zwischenfinanzierung mit weiteren 250.000 €. Der Kreditbedarf wird über einen KfW-Kredit voraussichtlich mit 0,15 % über 20 Jahre verzinst.

Die Anbindung der Kita wird fußläufig von der Wasserturmstraße aus hergestellt, der Höhenunterschied wird also über eine Treppe ausgeglichen. Die Straßenanbindung und die Parkplätze werden so hergestellt, dass die Zufahrt von der Moltkestraße her erfolgt. Dazu wird aktuell ein neuer Bebauungsplan ausgearbeitet, der in Kürze im Bauausschuss beraten wird und im Gemeinderat auch vorgestellt wird. Bürgerbeteiligung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange werden dann in der üblichen Weise durchgeführt. Bis zur Satzungsreife des neuen Bebauungsplanes gilt noch die „Altversion" aus dem Jahre 1970, die dann für
diesen Bereich abgelöst wird.

Neben der Zufahrtsstraße zur Kita und den vorgeschriebenen Parkplätzen werden auf der Fläche in der „Kellerhohl" voraussichtlich auch 7 bis 10 Bauplätze entstehen. Darüber hinaus wird eine Fläche für eine neue Schulsporthalle und die dazu gehörigen Parkplätze mit ausgewiesen.

Michael Röhrenbeck
Ortsbürgermeister