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Nach langer Vorplanung fand vor wenigen Tagen der Besuch der Liedertafel Fasanerie München in Monsheim statt, zu dem der MGV Sängerbund Monsheim eingeladen hatte. Eine 25-jährige Freundschaft verbindet die beiden Vereine, die sich zum gemeinsamen Jubiläum ein schönes Programm ausgedacht hatten mit dem Höhepunkt der musikalischen Begleitung eines Gottesdienstes im Wormser Dom.

Zunächst spielten verschiedene Staus auf den Autobahnen am Freitag den Verantwortlichen einen Streich, denn der Zeitplan wurde durch die vielen Baustellen um 2 Stunden überzogen. Trotzdem konnten die Gäste nach der Begrüßung und einer Stärkung in einem Lokal ihre Führung durch Monsheim genießen. Drei Gästeführer aus den Monsheimer Chören, Angelika Weber-Hausen, Iris Merkel und Michael Röhrenbeck, stellten Gebäude, Menschen und Geschichte(n) vor. Zum Abschluss der Führung konnte die Gruppe im Hof der Anhäuser Mühle schon einmal Monsheimer Weine genießen.

Am Abend fand sich die Gesellschaft bestehend aus den Aktiven beider Vereine in der „Alten Güterhalle“ ein, wo das Zustandekommen des ersten Zusammentreffens im Mai 1989 und viele seither gemeinsam erlebte Stunden im Fokus der offiziellen Worte und der Gespräche an den Tischen waren. Die Gäste ließen es sich nicht nehmen, Gastgeschenke zu verteilen, dabei auch bayerische Biere und Weißwürste, die am Samstag auch gemeinsam verzehrt wurden. Der Vorsitzende des Monsheimer Sängerbundes, Michael Röhrenbeck ernannte den Vorsitzenden der Liedertafel zum Ehrenmitglied des Sängerbund Monsheim. Selbstverständlich sangen die Chöre jeweils einige Lieder und bestätigten ihre gemeinsame Freude am Singen.

Der Samstag stand dann ganz im Zeichen der lateinisch zu singenden Messe „Deuxième messe pour les sociétés chorales“ von Charles Gounod, auf die sich die Männerchöre – jeder für sich – vorbereitet hatten. Zunächst traf man sich wieder in der Monsheimer Güterhalle um gemeinsam unter der Leitung des Münchener Chorleiters Dr. Christian Kellnberger 2 Stunden zu proben. Nach gemeinsamer Stärkung und einer kleinen Ruhepause trafen sich dann alle Sänger wieder im Dom, wo noch einmal geprobt wurde und zwar zunächst zur Stell- und Akustikprobe, dann mit dem Kantor der Domgemeinde, Dan Zerfaß, der die Chöre auf der Orgel begleitete.

Zum Gottesdienst um 18 Uhr war somit alles gut vorbereitet und alle Beteiligten konnten die besonderen Momente gemeinsam genießen. Domprobst Priess begrüßte die beiden Vereine und freute sich, dass ihm und der Gemeinde der Zufall zum Patronatsfest des Domes Sankt Peter auch eine besondere festliche musikalische Begleitung bescherte. Ihn begleitete der Dekan von Feldmoching München, Geistlicher Rat Johannes Kurzydem, der sich dem Fasanerier Chor verbunden fühlt und ihn deshalb in den Wonnegau begleitete. Alle gemeinsam feierten die Messe und sangen „Kyrie“, „Gloria“, „Sanctus“, „O Salutaris Hostia“ und „Agnus Dei“. Zum Schluss ergänzte der gemischte Chor „Mezzoforte“ des Monsheimer Sängerbundes die beiden Männerchöre und alle sangen zusammen „Lobt den Herrn der Welt“. Nach einem Erinnerungsfoto vor dem Hochaltar von Balthasar Neumann waren sich alle beteiligten Sängerinnen und Sänger einig, dass sie etwas Großes erlebt haben, das letztlich durch das gemeinsame Erlebnis mit Freunden noch stärker nachwirken wird.

Am Sonntag wurde noch ein Ausflug nach Freinsheim in die Pfalz unternommen und es war eigentlich klar, dass man sich im fernen München nicht vorstellen konnte, welche Besonderheit dort zu erwarten ist. Umso schöner - , denn so konnten die Bayern und ihre Monsheimer Begleiter den Rundgang entlang der Stadtmauer auf sich wirken lassen und waren begeistert. Nach einer Einkehr und Stärkung – hauptsächlich mit Pfälzer Saumagen – traten die Gäste ihre Heimreise an. Wie nicht anders zu erwarten, verabschiedeten sie sich musikalisch, die Gastgeber verabschiedeten sie mit dem „Irischen Segenswunsch“. Die Münchener fuhren sodann in Richtung Heimat, die Monsheimer freuen sich schon auf den nächsten Besuch bei Freunden – in München.